Berufsbetreuerin Doreen Schrötter

Aufgrund meiner Doppelqualifikation als Bankkauffrau und Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin verfüge ich über hohe Kompetenzen in einem breiten Handlungsspektrum, habe gute Menschenkenntnis und kann mich in die persönlichen Belange der Betroffenen hineinversetzen.

Durch soziale Kompetenzen in der Kommunikation und Interaktion ist es mir optimal möglich, sensibel den Willen und das Wohl des Betreuten zu erkunden sowie Gespräche und Verhandlungen mit Akteuren aus unterschiedlichen Sozialkontexten im Sinne des Betreuten zu führen.

Darüber hinaus verfüge ich über eine hohe Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit sowie ein ausgeprägtes Organisationstalent. Im Rahmen meines Studiums habe ich mich intensiv mit dem Fallmanagement auseinandergesetzt und gelernt, unter komplexen Bedingungen Hilfemöglichkeiten abzustimmen und die vorhandenen institutionellen Ressourcen im Gemeinwesen koordinierend heranzuziehen.

Dabei ist es mir wichtig, ein System der Zusammenarbeit zu organisieren, das nicht nur am konkreten Unterstützungsbedarf der einzelnen Person ausgerichtet ist, sondern die betroffene Person konkret beteiligt.

Mein beruflicher Werdegang

09.2012
Referentin für Verbraucherschutz im Vorstand des Berufsverbandes freier Berufsbetreuer, Ansprechpartnerin für den Mitgliederservice Banking (https://bvfbev.de/service/wirtschaftsberatung/banking)

07.2010
Selbstständige Tätigkeit als Berufsbetreuerin

04.2010 – 09.2012
Master-Studium Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin, Abschluss: Master of Arts

01.2010 – 08.2010
Selbstständige Tätigkeit als Berufsbetreuerin
Einführungsseminar Betreuungsrecht (Teil 1-3), HDV, Betreuungsverein Mitte

03.2008
Freiberufliche Tätigkeit für das Jugendamt Treptow-Köpenick von Berlin als Einzelfallhelferin für ein schwerstmehrfachbehindertes Kind

03.2008
Freiberufliche Tätigkeit für das Jugendamt Treptow-Köpenick von Berlin als Einzelfallhelferin für ein schwerstmehrfachbehindertes Kind

03.2008 – 07.2008
Praktikum bei der AWO pro:mensch, Berlin – Bereich Ambulante Hilfen zur Erziehung und Betreutes Jugendwohnen

05.2007 – 01.2010
Studentische Aushilfe bei der Lebenshilfe e.V. Berlin – im betreuten Einzelwohnen mit Menschen mit geistiger Behinderung

10.2006 – 02.2010
Bachelor-Studium Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin,
Abschluss: Bachelor of Arts Studienschwerpunkte: Case Management / Fallmanagement Psychologische, sozialmedizinische und sozialpsychiatrische Grundlagen Rechtliche Grundlagen (BGB, SGB, Verwaltungshandeln) Suchterkrankungen / Essstörungen Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession

02.2006 – 06.2006
Praktikum beim Heimverbund MiTTeNDRiN, Berlin – in einer therapeutischen Jugendwohngemeinschaft

01.2001 – 06.2006
Bankkauffrau in der Landesbank Berlin / Berliner Sparkasse

01.2003
Ausbildung zur betrieblichen Peer-Mediatorin, ver.di JugendBildungsstätte Berlin- Konradshöhe e.V.

01.1999 – 01.2001
Ausbildung zur Bankkauffrau in der Landesbank Berlin / Berliner Sparkasse

1998
Fachhochschulreife Fachrichtung Wirtschaft

Meine Spezialisierungen

  • Gebärdensprache
  • Englisch
  • Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung
  • Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen z.B. Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen
  • Mediatorin für Familienkonflikte
  • Betreuung von Menschen mit Kindern und Zusammenarbeit mit dem Jugendamt

Rechtliche Betreuung

Vom Betreuungsrecht betroffen sind erwachsene Menschen, die wegen einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln können (§ 1896 Abs. 1 BGB) und deshalb auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Das Betreuungsrecht regelt, wie und in welchem Umfang für eine hilfsbedürftige Person vom Gericht eine Betreuerin/ein Betreuer bestellt wird. Betreuer dürfen nur für die Aufgabenkreise bestellt werden, in denen eine Betreuung tatsächlich erforderlich ist (§ 1896 Abs. 2 BGB).

Bereiche, die die Betroffenen eigenständig erledigen können, dürfen den Betreuern nicht übertragen werden. Was die Betreuten noch selbst tun können und wofür sie einen gesetzlichen Vertreter benötigen, wird im gerichtlichen Verfahren festgestellt.

Der Betreuer hat die Aufgabe, den Betreuten in dem ihm übertragenen Wirkungskreis zu vertreten. Von seiner Vertretungsbefugnis erfasst werden aber nur die Handlungen innerhalb des ihm zugewiesenen Aufgabenkreises.

Ein Berufsbetreuer ist jemand, der Betreuungen gemäß § 1896 ff. BGB im Rahmen eines entgeltlichen Gewerbes ausübt.

Es handelt sich dabei nicht um einen Ausbildungsberuf im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder eines Studiums, sondern um eine Tätigkeit, die sich in den letzten Jahrzehnten (insbesondere seit der Ablösung der Vormundschaft für Erwachsene durch die Betreuung 1992) entwickelt hat.

Während vor 1992 hauptsächlich Rechtsanwälte beruflich in diesem Bereich tätig waren (als sogenannte Berufsvormünder), haben sich in den Jahren seit 1992 auch viele Menschen aus anderen Berufsgruppen (schwerpunktmäßig Sozialarbeiter/-pädagogen, Alten- und Krankenpfleger, auch Verwaltungsfachkräfte und Kaufleute) in diesem Beruf betätigt.

Aufgabe des Betreuers ist es, als gesetzlicher Vertreter im festgelegten Umfang für den Betreuten zu handeln. Insoweit stehen das Wohl des Betroffenen und seine Vorstellungen und Wünsche immer im Vordergrund.

Im Rahmen der festgelegten Aufgabenkreise vertritt der Betreuer den Betreuten gerichtlich und außergerichtlich; er hat damit die Stellung eines gesetzlichen Vertreters.

Der Betreute selbst kann wirksame Willenserklärungen abgeben und Rechtsgeschäfte eingehen, es sei denn, er ist geschäftsunfähig bzw. es besteht ein Einwilligungsvorbehalt.

Ist der Aufgabenkreis mit einem Einwilligungsvorbehalt versehen, so sind die Rechtsgeschäfte der betroffenen Person erst mit der Einwilligung des Betreuers rechtsgültig.

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) schreibt keine typischen Aufgabenkreise vor. Es obliegt dem Richter, anhand der Lebenssituation und den Bedürfnissen des Betroffenen die Aufgabenkreise nach dem Erforderlichkeitsgrundsatz herauszufinden und festzulegen.
In der Praxis werden folgende Aufgabenkreise am häufigsten übertragen:

Gesundheitssorge / Heilbehandlungsbelange

Der Betroffene muss in alle medizinischen Maßnahmen selbst einwilligen, solange er die Folgen und die Tragweite des Eingriffs erkennen und seinen Willen hiernach äußern kann. Nur wenn die natürliche Einsichtsfähigkeit des Betroffenen nicht vorhanden ist, muss stellvertretend der Betreuer einwilligen. Im Rahmen der Gesundheitssorge klärt der Betreuer dann beispielsweise Fragen wie:

  • Krankenversicherung des Betreuten
  • Die ärztliche Versorgung/Arztwahl
  • Regelungen bei einer Krankenhauseinweisung
  • Die Einleitung und Zustimmung zu therapeutischen Maßnahmen
  • Einwilligung in Untersuchungen, Operationen und Heilmaßnahmen
  • Einwilligung bei der Verabreichung von Medikamenten
  • Organisation von ambulanter Pflege zu Hause

Die Einwilligung des Betreuers in eine Untersuchung des Gesundheitszustands, eine Heilbehandlung oder einen ärztlichen Eingriff bedarf der Genehmigung des Vormundschaftsgerichts, wenn die begründete Gefahr besteht, dass der Betreute aufgrund der Maßnahme stirbt oder einen schweren und länger dauernden gesundheitlichen Schaden erleidet. Ohne die Genehmigung darf die Maßnahme nur durchgeführt werden, wenn mit dem Aufschub Gefahr verbunden ist. Das Unterlassen von medizinisch-therapeutischen Maßnahmen, die einen schwerwiegenden gesundheitlichen Schaden nach sich ziehen könnten, sind dem Gericht rechtzeitig mitzuteilen. Eine Genehmigungspflicht besteht hier nicht.

Aufenthaltsbestimmung

Der Betreuer sollte gemeinsam mit dem Betroffenen den geeigneten Aufenthaltsort wählen. Dabei sind die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Betreuten zu beachten. In der Praxis kann dies z.B. den Verbleib in der häuslichen Umgebung bei entsprechender ambulanter Hilfe oder einen Umzug in eine geeignete Einrichtung bedeuten. Die Unterstützung durch den Betreuer ist besonders dann wichtig, wenn der Betroffene wegen seiner Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, eine Entscheidung zu treffen. Werden innerhalb dieses Aufgabenkreises Entscheidungen gegen den Willen des Betreuten notwendig, z.B. die Unterbringung in einer Einrichtung oder freiheitsentziehende Maßnahmen, so muss hierzu eine Genehmigung des Vormundschaftsgerichts eingeholt werden.

Vermögenssorge (Regelung finanzieller Angelegenheiten)

Die Vermögenssorge kann sich auf alle finanziellen Angelegenheiten beziehen oder aber unter Berücksichtigung des Erforderlichkeitsgrundsatzes auf einzelne Aufgabenbereiche beschränken. Der Betreuer ist beispielsweise für die folgenden finanziellen Angelegenheiten zuständig:

  • Führung eines Girokontos
  • Verwaltung des Sparvermögens
  • Geltendmachung von Ansprüchen und Leistungen (z.B. Befreiung von Zuzahlung zu Arzneimitteln, Wohngeldantrag, Antragstellung auf Leistungen der Kranken- und Pflegekasse, Rentenantrag uvm.)
  • Kostenregelung für Wohnheim / Tagesstättenplatz
  • Zahlung von Verpflichtungen wie Miete, Strom, Versicherungen, usw.
  • Steuererklärung
  • Schuldenregulierung

Die Aufgabe des Betreuers besteht in erster Linie darin, das vorhandene Vermögen zu sichern und vor finanziellen Verlusten zu schützen. Er ist gegenüber dem Amtsgericht zur Rechnungslegung (Vermögensverzeichnis, Belege, Quittungen) verpflichtet. Einige finanzielle Regelungen, wie bestimmte Geldanlagen oder die Wohnungskündigung muss das Gericht vorab genehmigen.

Vertretung vor Behörden / Einrichtungen und Gerichten

Dieser Aufgabenkreis ist eigentlich schon in den Aufenthalts-, Vermögens- und Gesundheitsangelegenheiten mit eingeschlossen. Dennoch wird er nochmals hervorgehoben, um mögliche Lücken bei der gesetzlichen Vertretung zu vermeiden.

Wohnungsangelegenheiten

Zu diesem Aufgabekreis gehören alle Angelegenheiten, die mit der Wohnsituation des Betreuten zu tun haben.
Im Mittelpunkt stehen Tätigkeiten, die mit der Beschaffung und Erhaltung von Wohnraum für den Betreuten zu tun haben. Das beinhaltet sowohl die laufenden Mietzahlungen als auch z.B. die Abwendung einer Räumungsklage und ggf. Regulierung der Mietschulden. Somit sind Kontakte und Gespräche mit Wohnungsbaugesellschaften, sonstigen Vermietern, Wohnungsbehörden, Wohngeld stellen, Maklern, Wohnungsverwaltern, Hausmeistern und ähnlichen Personen und Stellen zu führen. Ggf. sind für Betreute Anträge auf Erteilung von Wohnberechtigungsscheinen zu stellen, Anträge auf Wohngeld oder Lastenzuschuss usw.. Für die Auflösung einer Wohnung (beispielsweise wegen Umzug in eine Senioreneinrichtung) ist die Genehmigung des Betreuungsgerichtes erforderlich. Da bei diesem Aufgabenkreis auch finanzielle Regelungen eine Rolle spielen (z.B. Mietzahlungen), werden diese Angelegenheiten häufig durch den Aufgabenkreis der Vermögenssorge erweitert.

Postangelegenheiten

Post- und Fernmeldeangelegenheiten sind vom Grundgesetz ein besonders geschütztes Rechtsgut und werden deshalb als gesonderter Aufgabenkreis benannt. Der Betreuer kann Entscheidungen über den Fernmeldeverkehr treffen und die Post des Betroffenen entgegennehmen, öffnen und je nach Lage an den Betroffenen aushändigen bzw. nicht aushändigen.

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Entmündigt | Haben Betreuer zu viel Macht?

Die Rechtliche Betreuerin Doreen Schrötter